Auslieferung 2 MW PEM‑Elektrolyseur für die Stadtwerke Düsseldorf

Ein Meilenstein für die lokale Wasserstoffmobilität

Mit der Auslieferung eines 2 MW PEM‑Elektrolyseurs an die Stadtwerke Düsseldorf beginnt ein neuer Abschnitt in der Umsetzung einer klimafreundlichen, lokal erzeugten Wasserstoffinfrastruktur. Der Elektrolyseur aus unserer greenelectrolyzer‑Serie wird künftig das Herzstück der regionalen Wasserstoffproduktion bilden – und die bereits bestehende Wasserstofftankstelle am Höherweg mit grünem Wasserstoff versorgen.

Die Energiewende ist längst nicht mehr nur ein nationales Projekt – sie entscheidet sich in den Kommunen. Städte und Regionen spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg des Wasserstoffhochlaufs, denn hier treffen klimaneutrale Mobilität, erneuerbare Energien und lokale Wertschöpfung unmittelbar aufeinander. Die Stadtwerke Düsseldorf haben den ersten Schritt in Richtung einer vollständig integrierten lokalen Wasserstoffinfrastruktur gemacht.

Düsseldorf zeigt, wie kommunale Wasserstoffmobilität funktioniert

Düsseldorf verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Klimaneutralität bis 2035. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe, insbesondere im ÖPNV und im schweren Lieferverkehr. Für beides bietet Wasserstoff klare Vorteile: hohe Reichweite, kurze Betankungszeiten und zuverlässige Leistungsfähigkeit.

Bereits 2024 wurde am Höherweg Europas leistungsstärkste Wasserstofftankstelle mit einer Kapazität von bis zu 5 Tonnen Wasserstoff pro Tag in Betrieb genommen. Sie ist darauf ausgelegt, Busse, Lkw und Pkw parallel zu betanken – eine essenzielle Voraussetzung, um die Verkehrswende im urbanen Raum skalierbar zu machen.

Mit dem nun ausgelieferten Elektrolyseur wird diese Infrastruktur erstmals konsequent lokal geschlossen: Der benötigte grüne Wasserstoff wird direkt in der Stadt produziert – und zwar aus dem biogenen Stromanteil der Müllverbrennungsanlage der Stadtwerke Düsseldorf. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der Energieeffizienz und Klimaschutz intelligent verknüpft und das Konzept echter Sektorenkopplung in der Praxis demonstriert.

Hohe Flexibilität durch PEM-Technologie

Die PEM-Technologie ermöglicht einen Betrieb zwischen 10 % und 100 % Leistung und reagiert innerhalb von Sekunden auf Laständerungen. Damit eignet sie sich ideal für kommunale Energiesysteme, bei denen die zur Verfügung stehenden Strommengen stark variieren können – zum Beispiel bei der Nutzung von Energie aus Müllverbrennung oder Photovoltaik.

Platzsparende Containerlösung

Für Düsseldorf wird die Anlage als kompakte Containerlösung geliefert. Das ermöglicht eine schnelle Installation, geringere Baukosten, einfache Integration in bestehende Infrastruktur, hohe Servicezugänglichkeit und Ausfallsicherheit. Gerade im urbanen Umfeld, in dem Fläche ein limitierender Faktor ist, bietet diese Bauweise entscheidende Vorteile.

Skalierbares modulares System

Jeder Stack erzeugt bis zu 200 Nm³/h Wasserstoff; mehrere Einheiten können einfach gekoppelt werden. Vorteil für Kommunen: Start mit kleineren Projekten, späterer Ausbau bis hin zu regionalen Wasserstoffhubs (bis 50 MW) ohne Technologiewechsel.

Ein Projekt mit Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus

Mit dem Düsseldorfer Projekt zeigt sich exemplarisch, wie Kommunen den Übergang zur Wasserstoffwirtschaft gestalten können:

  • Regionale Wertschöpfung durch lokale Energieerzeugung
  • Dekarbonisierung des Verkehrs durch grünen Wasserstoff
  • Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von biogenem Strom aus Abfall
  • Technologische Souveränität durch flexible, skalierbare PEM‑Systeme

 

Düsseldorf ist damit nicht nur ein Leuchtturmprojekt – es schafft eine Blaupause für andere Städte, die auf eine eigenständige, erneuerbare Wasserstoffversorgung setzen wollen.

Neben Düsseldorf setzt auch der Green Hydrogen Hub Stuttgart mit einer Gesamtleistung von 9 MW auf Technologie von FEST – ein weiteres Großprojekt, das zeigt, welche Rolle dezentrale Elektrolyse für die kommunale Energiewende spielt.

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Ausblick: Start der Inbetriebnahme und Beginn einer neuen Phase

Mit der Auslieferung des Elektrolyseurs beginnt die finale Realisierungsphase in Düsseldorf. Nach Installation, Testläufen und Systemintegration folgt die Inbetriebnahme – der Moment, in dem grüner Wasserstoff erstmals im Regelbetrieb bereitgestellt wird.

Was danach kommt, ist klar: Ein funktionierendes, skalierbares Energiesystem, das schon heute zeigt, wie klimaneutrale Mobilität im urbanen Raum aussehen kann – und wie lokale Wasserstofferzeugung ein Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung wird.

Kontakt

Ansprechpartner für grünen Wasserstoff

Pascal Pewinski
Vice President Sales and Business Development
FEST GmbH

Pascal Bild

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